Lage "meines" Fensters                                         Schaufenster gegenüber (mit anderer Auslage)
 
 
Der Kunstverein Kassel hat seinen Sitz im Museum Fridericianunm, einem traditionellen Standort der "Documenta". So ist er aufgrund der seit dem Ende der "dX" im September 1997 nötigen Renovierungsarbeiten nicht mehr betretbar. Der Vorstand lud deshalb im Dezember 1997 kurzfristig 11 KünstlerInnen ein, im Rahmen der Ausstellung "EINSEHEN" zumindest die Fenster des Kunstvereins zu bespielen.

Bei dieser Gelegenheit reagierte ich auf das Schaufenster einer "Leffers"- Filiale, das sich gegenüber des für meine Arbeit bestimmten Fenster befand und in dem das ganze Jahr über das Damenwäsche - Sortiment des Warenhauses vorgeführt wird.

In einer sequentiellen Reihe von Farbfotografien sah man mich, wie ich mir viel zu enge Wäsche anziehe. Abends war das Guckkasten - Szenario mit einem Lauflicht erleuchtet, wodurch die Körper auf den Fotos gleichsam filmisch in Bewegung gerieten. Die restlichen Fensterscheiben waren sattschwarz, so das sich die Schaufensterpuppen der "Leffers" - Auslage darin spiegelten.

Die Fotos korrespondierten einerseits mit der barocken Architektur des Fridericianums und brachten andererseits die PassantInnen zum Lachen, die auf dem Weg zur Wäscheabteilung waren, um sich Wäsche zu kaufen, die nie richtig paßt

   
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