Die Produzentengalerie Kassel verläßt die Sickingenstraße 10.
Aus diesem Anlaß präsentieren wir in der Ausstellung:

>> Vergessene Räume - Neue Welten<<

Arbeiten von:
Maria Blondeel, Martin Claßen, Ute Heuer, Heike Klußmann, Norbert Meier,
Carmen Mörsch, Markus Mußinghoff, Astrid Schneider, Gudrum Schräpler,
Micaele Schweiger, An Seebach, Eberhard Weyel, Bernhard Wollborn

24.10. bis 26.10.1997

Eröffnung Freitag, 24.10. um 20 Uhr
mit Events von:
Jens Brand, Britta Lieberknecht&Mathias Schwerbrock, Olaf Pyras, Werner Zülch (A.T.)

 

 
Bei der Ausstellung "Vergessene Räume, neue Welten" in der Produzentengalerie Kassel zeigte ich das Objekt "Das Chinesische Fenster".
Da man das Objekt beim Betrachten gegen das Licht halten muß, präsentierte ich es auf einem Stuhl liegend zusammen mit einer Glühbirne, die in Augenhöhe von der Decke hing. Auf der Lehne des Stuhls klebte in gold - schwarzen Buchstaben die Aufforderung "aufnehmen, hinsetzen, gegen das Licht halten, anschauen" .

Das Objekt besteht aus 15 Zeichenschablonen für Kinder, wie man sie in Spielzeugabteilungen einiger Warenhäuser kaufen kann. Jede Schablone repräsentiert eine andere, beliebige Ordnung, wie "Sport und Spiel", "Auf dem Flughafen", "Vögel", "Männerkleider", "im Gemüseladen", ect.. Bei der Beschäftigung mit den Schablonen üben Kinder spielend und nebenbei den enzyklopädischen Blick auf die Welt mit seinen kategorischen Ordnungssystemen ein.

Die aus farbigem, transparentem Plastik bestehenden Platten "made in China" wurden von mir an einer Ecke durchbohrt, übereinander geschichtet und mit einer Verbindungsschraube zusammengefaßt.
Hält man sie so gegen das Licht, blickt man durch ein profanes Miniatur - Kirchenfenster, das die Welt in Schichten enthält. Man kann das Objekt aber auch auffächern und ganz formal damit umgehen, indem man eigene Farbkombinationen ausprobiert.
Außerdem kann man die Verbindungsschraube leicht mit einer Münze lösen, um das Objekt auseinander zu nehmen und die Schablonen zum Zeichnen zu verwenden.
Mit diesem Objekt wurde ich von Doris Krinninger, der Kuratorin der Kunstetage Kassel eingeladen, an einer Multipleausstellung teilzunehmen.
Es entstand eine Auflage von 10 Exemplaren.

   
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